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Die Grenzen der Toleranz -
Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen

Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Schmidt-Salomon in Köln vom 8 November

Die offene Gesellschaft hat viele Feinde. Die einen streiten für »Allah«, die anderen für die Rettung des »christlichen Abendlandes«, letztlich aber verfolgen sie das gleiche Ziel: Sie wollen das Rad der Zeit zurückdrehen und vormoderne Dogmen an die Stelle individueller Freiheitsrechte setzen.

Wie sollen wir auf diese doppelte Bedrohung reagieren? Welche Entwicklungen sollten wir begrüßen, welche mit aller Macht bekämpfen? Michael Schmidt-Salomon erklärt, warum grenzenlose Toleranz im Kampf gegen Demagogen auf beiden Seiten nicht hilft und wie wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Freiheit zu verteidigen.

Michael Schmidt-Salomon, Dr. phil, ist Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Seine Bücher (u.a. «Hoffnung Mensch», «Keine Macht den Doofen», «Jenseits von Gut und Böse») wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 250.000mal verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt. Laut dem «Global Thought Leader Index» zählt er zu den «einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum».

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Das Alte Testament und sein Gott –
ein überschätztes Stück Weltliteratur

Heinz-Werner Kubitza

Gläubige rühmen die Bibel über alle Maßen. Dabei scheinen die wenigsten sie wirklich gelesen zu haben. Denn sonst wäre ihnen aufgefallen, dass der Gott des Alten Testaments gleich mit einer ganzen Reihe negativer Eigenschaften auffällt. Warum ist Jahwe so gewalttätig, kriegerisch und fremdenfeindlich? Und auch seine gerühmten Propheten sind kaum geeignet zur Begründung moderner ethischer Maximen. Heinz-Werner Kubitza identifiziert sie in seinem neuen Buch „Der Glaubenswahn“ als die ersten greifbaren Vertreter eines religiösen Extremismus. Und wäre das Alte Testament, wie Gläubige ja immer wieder behaupten, tatsächlich „Wort Gottes“, dann wäre Gott ein eher lausiger Stilist. Kubitza gibt einen Überblick in ein gewöhnlich weit überschätztes Stück Weltliteratur.

 

Dr. Heinz-Werner Kubitza hat ev. Theologie in Marburg studiert und dort auch promoviert. 25 Jahre lang war er Leiter (und Gründer) des Tectum Wissenschaftsverlags in Marburg. Nach seinem Kirchenaustritt ist er seit 2011 Autor mehrerer religionskritischer Bücher („Der Jesuswahn“ 2011, „Der Dogmenwahn“ 2015, jetzt „Der Glaubenswahn“, 2017). Kubitza ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich für Aufklärung und eine humanistische Ethik einsetzt.

 


Rebellische Frauen im Islam
Vortrag von Worood Zuhair aus Kerbela

Sonntag, 27. November 2016

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen berichtete Worood Zuhair von ihrem Leben als Frau und Atheistin in Kerbela im Irak.

Sie entstammt einer bekannten religiösen Familie und war Teil einer fundamentalistischen Welt von Schiiten, die uns hier in Deutschland weniger bekannt ist. Sie gibt uns einen Einblick in eine Welt des religiösen Extremismus und des familiären Zwangs, und welche Folgen die gegen sie ausgeübte Gewalt für ihr eigenes Leben hatte und weshalb sie den Mut aufbrachte diese freudlose Welt zu verlassen um ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu führen.

Es sprachen noch weitere Frauen u.a. aus Kurdistan. Den Abend eröffnete Rana Ahmad, die als Atheistin aus Saudi-Arabien geflohen ist. Das Schlusswort sprach Mina Ahadi. Sie ging dabei auf die Rolle der Frau in der islamischen Welt ein und zeigte wie atheistischen Menschen aus diesen Ländern vom Zentralrat der Ex-Muslime und der gbs geholfen wird.

Weltanschauung als Diskriminierungsgrund

Dr. Thomas Heinrichs

 

Freitag. 2. Dezember 2016


Dr. Thomas Heinrichs, Rechtsanwalt, Philosoph und Präsidi­ums­mitglied im HVD Berlin-Brandenburg, berichtete aus seinem aktuellen Gutachten für die Antidiskiminierungsstelle des Bundes: „Weltanschauung als Diskrimi­nie­rungs­grund - Begriffsdimensionen und Diskriminierungsrisiken“. Von grundsätzlichen Fragen der Weltan­schau­ung im Verhältnis zur Konfessionsfreiheit, über die in NRW ver­breit­e­ten Bekenntnisschulen bis hin zu konkreten Handlungsbedarfen stellte Dr. Heinrichs die Ergebnisse seiner Untersuchung zur Diskussion.

Der Genozid an den Armeniern bleibt aktuell

Dr. phil. Klaus Gebauer

 

Freitag. 6. Januar 2017

Verbrechen in der Geschichte von Völkern, Nationen und Staaten müssen von den Erben wie Hypotheken bewusst und selbstkritisch abgearbeitet werden. Geschieht das nicht, werden immer wieder giftige Zinsen fällig, die die Wiederholung ähnlicher Verbrechen wahrscheinlich machen. Ausgehend von dieser Grundthese und ausgehend von der Armenienresolution des Deutschen Bundestags stellt Klaus Gebauer zwei neue (2015) Bücher über den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915/16 vor: Rolf Hosfeld – „Tod in der Wüste“ – und Jürgen Gottschlich – „Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier“. Klaus Gebauer wird den Umgang der Osmanen mit den anatolischen Minderheiten bis in die Zeit der Eroberung Kleinasiens durch die Seldschuken (11. Jahrhundert) zurückverfolgen und immer wieder ausbrechende rassistische Exzesse in der Geschichte der modernen Türkei seit ihrer Gründung nach dem Ersten Weltkrieg in seine Büchervorstellung einbeziehen.

Aus allem ergeben sich drängende Fragen zur gegenwärtigen Machtergreifung von Erdoğan und seiner nationalislamistischen AKP.

Termine

Freitag, 11. August 2017 / 19:00 Uhr

Organisationstreffen der gbs Köln

Da Pasquale
Andreaskloster 12, 50667 Köln

 

Interessierte sind herzlich willkommen.