Der Genozid an den Armeniern bleibt aktuell

Dr. phil. Klaus Gebauer

 

Freitag. 6. Januar 2017

Verbrechen in der Geschichte von Völkern, Nationen und Staaten müssen von den Erben wie Hypotheken bewusst und selbstkritisch abgearbeitet werden. Geschieht das nicht, werden immer wieder giftige Zinsen fällig, die die Wiederholung ähnlicher Verbrechen wahrscheinlich machen. Ausgehend von dieser Grundthese und ausgehend von der Armenienresolution des Deutschen Bundestags stellt Klaus Gebauer zwei neue (2015) Bücher über den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915/16 vor: Rolf Hosfeld – „Tod in der Wüste“ – und Jürgen Gottschlich – „Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier“. Klaus Gebauer wird den Umgang der Osmanen mit den anatolischen Minderheiten bis in die Zeit der Eroberung Kleinasiens durch die Seldschuken (11. Jahrhundert) zurückverfolgen und immer wieder ausbrechende rassistische Exzesse in der Geschichte der modernen Türkei seit ihrer Gründung nach dem Ersten Weltkrieg in seine Büchervorstellung einbeziehen.

Aus allem ergeben sich drängende Fragen zur gegenwärtigen Machtergreifung von Erdoğan und seiner nationalislamistischen AKP.


Flucht vor Religion

Veranstaltung vom Freitag, 07. Oktober 2016

Der unbeugsame Wille, die Dinge zu hinterfragen, hat sie in Lebensgefahr gebracht. In den Ländern ihrer Herkunft wird Apostasie mit dem Tode bestraft; ausgeführt durch die eigene Familie, die Gemeinschaft oder den Staat.

Sie, das sind Menschen, die sich entschlossen haben, vor religiösem Wahn und Macht-anspruch zu fliehen, einem Machtanspruch, der zumeist untrennbar mit staatlichen Strukturen verknüpft ist. Frauen sind in besonderer Weise bedroht, da sie ihr Leben lang nicht nur äußerster psychischer und physischer Gewalt, sondern auch schweren sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, überwiegend in der eigenen Familie.

Die Ex-Muslimin Rana aus Saudi-Arabien erzählte die Geschichte ihrer Flucht und von der Flucht anderer, die sich jetzt gerade zutragen. Und vom spontanen Entstehen einer Gemeinschaft, die versucht, Menschen auch hier aus den Gefahrenzonen zu bringen – denn die Bedrohung hört mit der Ankunft in Europa nicht auf.

An diesem Abend schilderten außerdem noch weitere Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Ländern ihre Erlebnisse als Atheisten.

Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrates der Ex-Muslime, berichtete von der Arbeit des Vereins und sendete einen Appell für Humanismus, Säkularismus und Aufklärung.
Anschließend gab es eine lebendige Diskussion und viele Ex-Muslime aus dem Publikum berichteten spontan von Ihren Erfahrungen aus ihren Heimatländern.

Einen Bericht über die Veranstaltung und weitere Informationen finden Sie hier

Gottesland NRW? - Unsere Landesverfassung

Vortrag und Diskussion im Restaurant Atrium / Alte Post in Köln

In diesem Humanistischen Forum warf Dirk Imhof vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst einen Blick in unsere fromme Landesverfassung.

In ihrem elementaren Teil hat über die Hälfte der Artikel einen kirchlichen oder religiösen Inhalt. Es werden, neben der Ehrfurcht vor Gott als vornehmstes Erziehungsziel, insbesondere Rechte der Kirchen sowie deren Ansprüche auf staatliche Leistungen geregelt.

Über Reformen der Verfassung ist durchaus schon nachgedacht worden. Aber nicht, wie man erwarten sollte, um die gebotene weltanschauliche Neutralität herzustellen. Gerade die heute nicht mehr akzeptablen Passagen mit religiösem Bezug sollten unangetastet bleiben.

Religionsunterricht - Zu Recht ordentliches Lehrfach in NRW?

Podiumsdiskussion in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Köln Ostheim

Ist konfessioneller Religionsunterricht im Zeitalter zunehmender Säkularisierung und Vielfalt der Weltanschauungen noch zeitgemäß? Setzt die Separierung der Kinder und Jugendlichen in unterschiedliche Gruppen je nach Glaubensrichtung die richtigen Zeichen für Gemeinsamkeit, friedliches Miteinander und Integration? Welche Rolle könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht bei der Vermittlung allgemeingültiger Werte auf Basis der Menschenrechte unter Einbeziehung von Religionskunde spielen?

Insbesondere die jüngst erfolgte Einführung des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen in NRW, dessen Inhalte von den ausschließlich konservativen bis islamistischen Verbänden des "Koordinierungsrats der Muslime" bestimmt werden, macht diese Fragestellungen höchst brisant und aktuell.

Kontrovers diskutiert wurden sie von Vertretern aus Kirche und Politik und von säkularen Organisationen.

Das Transparenz­ge­setz in Hamburg - Stand der Dinge in NRW

Vortrag und Diskussion auf dem Humanistischen Forum Köln

Als erstes Bundesland hat sich Hamburg 2012 nach einer Volksinitiative des Bündnisses »Transparenz schafft Vertrauen« ein Transparenzgesetz gegeben. Im Herbst 2014 ging daraufhin ein Transparenzportal im Internet online, auf dem interessierte Bürger relevante Informationen wie Verträge zur Daseinsvorsorge, Gutachten, Statistiken, Verwaltungsvorschriften und mehr finden können.

In Nordrhein-Westfalen haben die Bürger seit 2002 das Recht auf Akteneinsicht. Der Einblick in Verwaltungsdaten muss aber umständlich beantragt werden und kostet häufig Gebühren. Das Bündnis »NRW blickt durch« aus Bund der Steuerzahler, Mehr Demokratie und Transparency Deutschland fordert deshalb ein Transparenzgesetz nach Hamburger Vorbild.

SPD und Grüne haben die Verabschiedung eines solchen Gesetzes vereinbart. Im März ging als ein Schritt dazu das Portal Open.NRW online, auf dem Bürger viele Daten von Land und Kommunen finden können.

Thorsten Sterk, Pressesprecher von Mehr Demokratie, informierte beim Humanistischen Forum der gbsköln im Hinterhofsalon über die Erfahrungen mit dem Transparenzgesetz in Hamburg und den Stand der Dinge in NRW.

Termine

Fr 03. März 2017, 19:00

Humanistisches Forum Köln / Ketzerstammtisch
gbs / IBKA / Skeptiker / HVD

Besuch von Philipp Schaub,
Landesvorsitzender NRW
der Partei der Humanisten PdH

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt
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Fr 17. März 2017, 19:00

Organisationstreffen

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt
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Fr 07. April 2017, 19:00

Humanistisches Forum Köln / Ketzerstammtisch
gbs / IBKA / Skeptiker / HVD

Offener Gesprächskreis

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt
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Fr 21. April 2017, 19:00

Ordentliche Mitgliederversammlung und Organisationstreffen

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt
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Fr 05. Mai 2017, 19:00

Humanistisches Forum Köln / Ketzerstammtisch
gbs / IBKA / Skeptiker / HVD

Offener Gesprächskreis

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt
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Fr 20.-21. Mai 2017, 19:00

Wochenendseminar gbs Köln

Bergische Schweiz

 

Interessierte sind herzlich willkommen.