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Jedermann sei Untertan –

Ein Jahrhundert evangelische Kirche in Deutschland

Vortrag und Diskussion mit Dr. Karsten Krampitz in Köln

Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisation geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD.

Für die Zeit nach dem Krieg zeigt Krampitz, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab und bis in die 1960er Jahre hinein die alten Eliten vorherrschten. Berichtet wird aber auch von der evangelischen Kirche in der DDR, einer Kirche in der ideologischen Diaspora, die an Mitgliederschwund litt, aber gleichzeitig immer mehr Zulauf bekam – ein Erbe, das die EKD nicht annimmt. Im Jahr, in dem der Protestantismus sein 500-jähriges Bestehen feiert, gelingt Karsten Krampitz eine beeindruckende Darstellung des Weges der deutschen evangelischen Kirchen durch die Moderne.

Dr. Karsten Krampitz, geboren 1969, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin; Promotion zum Thema des Verhältnisses von Staat und Kirche in der DDR.

 

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Die Grenzen der Toleranz -
Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen

Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Schmidt-Salomon in Köln vom 8 November

Die offene Gesellschaft hat viele Feinde. Die einen streiten für »Allah«, die anderen für die Rettung des »christlichen Abendlandes«, letztlich aber verfolgen sie das gleiche Ziel: Sie wollen das Rad der Zeit zurückdrehen und vormoderne Dogmen an die Stelle individueller Freiheitsrechte setzen.

Wie sollen wir auf diese doppelte Bedrohung reagieren? Welche Entwicklungen sollten wir begrüßen, welche mit aller Macht bekämpfen? Michael Schmidt-Salomon erklärt, warum grenzenlose Toleranz im Kampf gegen Demagogen auf beiden Seiten nicht hilft und wie wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Freiheit zu verteidigen.

Michael Schmidt-Salomon, Dr. phil, ist Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Seine Bücher (u.a. «Hoffnung Mensch», «Keine Macht den Doofen», «Jenseits von Gut und Böse») wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 250.000mal verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt. Laut dem «Global Thought Leader Index» zählt er zu den «einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum».

 

Das Alte Testament und sein Gott –
ein überschätztes Stück Weltliteratur

Heinz-Werner Kubitza

Gläubige rühmen die Bibel über alle Maßen. Dabei scheinen die wenigsten sie wirklich gelesen zu haben. Denn sonst wäre ihnen aufgefallen, dass der Gott des Alten Testaments gleich mit einer ganzen Reihe negativer Eigenschaften auffällt. Warum ist Jahwe so gewalttätig, kriegerisch und fremdenfeindlich? Und auch seine gerühmten Propheten sind kaum geeignet zur Begründung moderner ethischer Maximen. Heinz-Werner Kubitza identifiziert sie in seinem neuen Buch „Der Glaubenswahn“ als die ersten greifbaren Vertreter eines religiösen Extremismus. Und wäre das Alte Testament, wie Gläubige ja immer wieder behaupten, tatsächlich „Wort Gottes“, dann wäre Gott ein eher lausiger Stilist. Kubitza gibt einen Überblick in ein gewöhnlich weit überschätztes Stück Weltliteratur.

 

Dr. Heinz-Werner Kubitza hat ev. Theologie in Marburg studiert und dort auch promoviert. 25 Jahre lang war er Leiter (und Gründer) des Tectum Wissenschaftsverlags in Marburg. Nach seinem Kirchenaustritt ist er seit 2011 Autor mehrerer religionskritischer Bücher („Der Jesuswahn“ 2011, „Der Dogmenwahn“ 2015, jetzt „Der Glaubenswahn“, 2017). Kubitza ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich für Aufklärung und eine humanistische Ethik einsetzt.

 


Rebellische Frauen im Islam
Vortrag von Worood Zuhair aus Kerbela

Sonntag, 27. November 2016

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen berichtete Worood Zuhair von ihrem Leben als Frau und Atheistin in Kerbela im Irak.

Sie entstammt einer bekannten religiösen Familie und war Teil einer fundamentalistischen Welt von Schiiten, die uns hier in Deutschland weniger bekannt ist. Sie gibt uns einen Einblick in eine Welt des religiösen Extremismus und des familiären Zwangs, und welche Folgen die gegen sie ausgeübte Gewalt für ihr eigenes Leben hatte und weshalb sie den Mut aufbrachte diese freudlose Welt zu verlassen um ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu führen.

Es sprachen noch weitere Frauen u.a. aus Kurdistan. Den Abend eröffnete Rana Ahmad, die als Atheistin aus Saudi-Arabien geflohen ist. Das Schlusswort sprach Mina Ahadi. Sie ging dabei auf die Rolle der Frau in der islamischen Welt ein und zeigte wie atheistischen Menschen aus diesen Ländern vom Zentralrat der Ex-Muslime und der gbs geholfen wird.

Weltanschauung als Diskriminierungsgrund

Dr. Thomas Heinrichs

 

Freitag. 2. Dezember 2016


Dr. Thomas Heinrichs, Rechtsanwalt, Philosoph und Präsidi­ums­mitglied im HVD Berlin-Brandenburg, berichtete aus seinem aktuellen Gutachten für die Antidiskiminierungsstelle des Bundes: „Weltanschauung als Diskrimi­nie­rungs­grund - Begriffsdimensionen und Diskriminierungsrisiken“. Von grundsätzlichen Fragen der Weltan­schau­ung im Verhältnis zur Konfessionsfreiheit, über die in NRW ver­breit­e­ten Bekenntnisschulen bis hin zu konkreten Handlungsbedarfen stellte Dr. Heinrichs die Ergebnisse seiner Untersuchung zur Diskussion.

Termine

Freitag, 09. Februar 2018 / 19:00 Uhr

Humanistisches Forum Köln (HFK)
GBS – IBKA – Skeptiker – HVD

"Wissen statt Glauben!“
Das Menschenbild des neuen Humanismus

Lesung und Diskussion mit Dr. Bernd Vowinkel

Im Atrium
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln

 

Freitag, 16. Februar 2018 / 19:00 Uhr

Organisationstreffen der gbs Köln

Im Atrium
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln

 

Interessierte sind herzlich willkommen.