Zum Welttag gegen die Todesstrafe fand in der

Jugendherberge Köln Riehl eine Veranstaltung des Zentralrats der Exmuslime statt.

 

Weltweit ermorden Staaten tausende Menschen. Dies wird damit gerechtfertigt, dass sie sich aus diesen Maßnahmen mehr Sicherheit und Gerechtigkeit versprechen. Doch meist wird dieses effizients Instrument genutzt um  ein diktatorisches System zu festigen.

 

Im Iran, China, Pakistan oder Saudi Arabien werden hunderte Hinrichtungen pro Jahr vollstreckt, um die Menschen in Angst zu halten und gefügig zu machen.

 

Wir sind gegen die Todesstrafe und laden Sie herzlich dazu ein, an unserer Veranstaltung teilzunehmen.

 

Es sprachen: Sina Vogt, Floria Chefari, Mina Ahadi und Shole Pakravan

 

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Foto: Burkhard Wepner

 

Eine säkulare Stimme im Rundfunkrat

Ingrid Matthäus-Maier berichtet über die Tätigkeit
während ihrer ersten 10 Monate in diesem Gremium

Der Rundfunkrat des WDR ist eines von drei Organen – neben dem Verwaltungsrat und dem Intendanten.

Der Rundfunkrat vertritt als Aufsicht im WDR die Interessen der Allgemeinheit. Ziel ist es, die Vielfalt der Meinungen und Bedürfnisse der Bürger/innen in die Arbeit des Senders einzubringen.

Wie die Zusammensetzung sind auch die Aufgaben des Rundfunkrats durch das WDR-Gesetz genau geregelt. Das Gremium berät über alle grundsätzlichen Fragen zu Angeboten, Struktur und Finanzen des WDR. Zudem ist das Gremium traditionell medienpolitisch sehr engagiert. So begleitete der Rundfunkrat bereits zahlreiche Gesetzgebungsverfahren auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene und setzte sich stets für Rahmenbedingungen ein, die es dem WDR ermöglichen, seinen öffentlichen Auftrag zu erfüllen und eine hohe Programmqualität zu sichern. Dabei ist Kernbotschaft des Rundfunkrats: In der durch das Internet geprägten Medienwelt, in der ehemals getrennte Medien und Inhalte zusammenwachsen, gilt es, den Rundfunk nicht allein als Wirtschaftsgut zu regulieren, sondern daneben seine besondere Rolle als Kulturgut weiter zu schützen.

Für den Intendanten sind die Beschlüsse des Rundfunkrats bindend. Wichtige Themen lässt das Gremium durch spezialisierte Ausschüsse vorbereiten – solche Fachgremien gibt es für Programm, Haushalt und Finanzen sowie für Rundfunkentwicklung. Daneben bildet der Rundfunkrat Arbeitsgruppen zu bestimmten Themenschwerpunkten.

Seit knapp 10 Monaten ist nun erstmalig in der Geschichte dieses Rates eine dezidiert säkulare Stimme im Rundfunkrat vernehmbar, nämlich die von Ingrid Matthäus-Maier.

Über ihre Erfahrungen in dieser Zeit, über Aufgaben, Struktur  und Einflussmöglichkeiten wird die langjährige Bundestagsabgeordnete sprechen und mit den Zuhörern diskutieren.

Freitag, 06. Oktober 2017   |     19.00 Uhr Humanistisches Forum Köln
GBS – IBKA – Skeptiker – HVD
Offener säkular- humanistischer Gesprächskreis
Atrium
Restaurant Atrium / Alte Post An den Dominikanern 6-8
50668 Köln
(Eintritt  frei)

 

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Jedermann sei Untertan –

Ein Jahrhundert evangelische Kirche in Deutschland

Vortrag und Diskussion mit Dr. Karsten Krampitz in Köln

 

 

 

 

Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisation geschrieben. Er beschäftigt sich mit deren Rolle als Sargnagel der Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so offen und aufnahmebereit für die Ideologie der Nazis zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Mittäterschaft der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der EKD.

Für die Zeit nach dem Krieg zeigt Krampitz, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab und bis in die 1960er Jahre hinein die alten Eliten vorherrschten. Berichtet wird aber auch von der evangelischen Kirche in der DDR, einer Kirche in der ideologischen Diaspora, die an Mitgliederschwund litt, aber gleichzeitig immer mehr Zulauf bekam – ein Erbe, das die EKD nicht annimmt. Im Jahr, in dem der Protestantismus sein 500-jähriges Bestehen feiert, gelingt Karsten Krampitz eine beeindruckende Darstellung des Weges der deutschen evangelischen Kirchen durch die Moderne.

Dr. Karsten Krampitz, geboren 1969, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin; Promotion zum Thema des Verhältnisses von Staat und Kirche in der DDR.

 

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Die Grenzen der Toleranz -
Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen

Vortrag und Diskussion mit Dr. Michael Schmidt-Salomon in Köln vom 8 November

Die offene Gesellschaft hat viele Feinde. Die einen streiten für »Allah«, die anderen für die Rettung des »christlichen Abendlandes«, letztlich aber verfolgen sie das gleiche Ziel: Sie wollen das Rad der Zeit zurückdrehen und vormoderne Dogmen an die Stelle individueller Freiheitsrechte setzen.

Wie sollen wir auf diese doppelte Bedrohung reagieren? Welche Entwicklungen sollten wir begrüßen, welche mit aller Macht bekämpfen? Michael Schmidt-Salomon erklärt, warum grenzenlose Toleranz im Kampf gegen Demagogen auf beiden Seiten nicht hilft und wie wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Freiheit zu verteidigen.

Michael Schmidt-Salomon, Dr. phil, ist Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Seine Bücher (u.a. «Hoffnung Mensch», «Keine Macht den Doofen», «Jenseits von Gut und Böse») wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 250.000mal verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt. Laut dem «Global Thought Leader Index» zählt er zu den «einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum».

 

Das Alte Testament und sein Gott –
ein überschätztes Stück Weltliteratur

Heinz-Werner Kubitza

Gläubige rühmen die Bibel über alle Maßen. Dabei scheinen die wenigsten sie wirklich gelesen zu haben. Denn sonst wäre ihnen aufgefallen, dass der Gott des Alten Testaments gleich mit einer ganzen Reihe negativer Eigenschaften auffällt. Warum ist Jahwe so gewalttätig, kriegerisch und fremdenfeindlich? Und auch seine gerühmten Propheten sind kaum geeignet zur Begründung moderner ethischer Maximen. Heinz-Werner Kubitza identifiziert sie in seinem neuen Buch „Der Glaubenswahn“ als die ersten greifbaren Vertreter eines religiösen Extremismus. Und wäre das Alte Testament, wie Gläubige ja immer wieder behaupten, tatsächlich „Wort Gottes“, dann wäre Gott ein eher lausiger Stilist. Kubitza gibt einen Überblick in ein gewöhnlich weit überschätztes Stück Weltliteratur.

 

Dr. Heinz-Werner Kubitza hat ev. Theologie in Marburg studiert und dort auch promoviert. 25 Jahre lang war er Leiter (und Gründer) des Tectum Wissenschaftsverlags in Marburg. Nach seinem Kirchenaustritt ist er seit 2011 Autor mehrerer religionskritischer Bücher („Der Jesuswahn“ 2011, „Der Dogmenwahn“ 2015, jetzt „Der Glaubenswahn“, 2017). Kubitza ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich für Aufklärung und eine humanistische Ethik einsetzt.

 

Termine

Freitag, 20. Oktober 2017 / 19:00 Uhr

Organisationstreffen der gbs Köln

Im Atrium
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln

 

Freitag, 03. November 2017 / 19:00 Uhr

Humanistisches Forum Köln (HFK)

Im Atrium
An den Dominikanern 6-8, 50668 Köln

 

Interessierte sind herzlich willkommen.