Flucht vor Religion

Freitag, 07. Oktober 2016
19:00 Uhr

Altenberger Hof
Club-Raum
Mauenheimer Str. 92
50733 Köln

Der Eintritt ist frei.


Der unbeugsame Wille, die Dinge zu hinterfragen, hat sie in Lebensgefahr gebracht. In den Ländern ihrer Herkunft wird Apostasie mit dem Tode bestraft; ausgeführt durch die eigene Familie, die Gemeinschaft oder den Staat.
Sie, das sind Menschen, die sich entschlossen haben, vor religiösem Wahn und Macht-anspruch zu fliehen, einem Machtanspruch, der zumeist untrennbar mit staatlichen Strukturen verknüpft ist. Frauen sind in besonderer Weise bedroht, da sie ihr Leben lang nicht nur äußerster psychischer und physischer Gewalt, sondern auch schweren sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, überwiegend in der eigenen Familie.

Die Ex-Muslimin Rana aus Saudi-Arabien wird die Geschichte ihrer Flucht und von den Fluchten anderer erzählen, die sich jetzt gerade zutragen. Und vom spontanen Entstehen einer Gemeinschaft, die versucht, Menschen auch hier aus den Gefahrenzonen zu bringen – denn die Bedrohung hört mit der Ankunft in Europa nicht auf.
An diesem Abend werden außerdem noch weitere Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Ländern ihre Erlebnisse schildern.

Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrates der Ex-Muslime, wird von der Arbeit des Vereins berichten und einen Appell für Humanismus, Säkularismus und Aufklärung senden.
Eine sich anschließende Diskussion ist erwünscht.

Gottesland NRW? - Unsere Landesverfassung

Vortrag und Diskussion im Restaurant Atrium / Alte Post in Köln

In diesem Humanistischen Forum warf Dirk Imhof vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst einen Blick in unsere fromme Landesverfassung.

In ihrem elementaren Teil hat über die Hälfte der Artikel einen kirchlichen oder religiösen Inhalt. Es werden, neben der Ehrfurcht vor Gott als vornehmstes Erziehungsziel, insbesondere Rechte der Kirchen sowie deren Ansprüche auf staatliche Leistungen geregelt.

Über Reformen der Verfassung ist durchaus schon nachgedacht worden. Aber nicht, wie man erwarten sollte, um die gebotene weltanschauliche Neutralität herzustellen. Gerade die heute nicht mehr akzeptablen Passagen mit religiösem Bezug sollten unangetastet bleiben.

Religionsunterricht - Zu Recht ordentliches Lehrfach in NRW?

Podiumsdiskussion in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Köln Ostheim

Ist konfessioneller Religionsunterricht im Zeitalter zunehmender Säkularisierung und Vielfalt der Weltanschauungen noch zeitgemäß? Setzt die Separierung der Kinder und Jugendlichen in unterschiedliche Gruppen je nach Glaubensrichtung die richtigen Zeichen für Gemeinsamkeit, friedliches Miteinander und Integration? Welche Rolle könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht bei der Vermittlung allgemeingültiger Werte auf Basis der Menschenrechte unter Einbeziehung von Religionskunde spielen?

Insbesondere die jüngst erfolgte Einführung des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen in NRW, dessen Inhalte von den ausschließlich konservativen bis islamistischen Verbänden des "Koordinierungsrats der Muslime" bestimmt werden, macht diese Fragestellungen höchst brisant und aktuell.

Kontrovers diskutiert wurden sie von Vertretern aus Kirche und Politik und von säkularen Organisationen.

Das Transparenz­ge­setz in Hamburg - Stand der Dinge in NRW

Vortrag und Diskussion auf dem Humanistischen Forum Köln

Als erstes Bundesland hat sich Hamburg 2012 nach einer Volksinitiative des Bündnisses »Transparenz schafft Vertrauen« ein Transparenzgesetz gegeben. Im Herbst 2014 ging daraufhin ein Transparenzportal im Internet online, auf dem interessierte Bürger relevante Informationen wie Verträge zur Daseinsvorsorge, Gutachten, Statistiken, Verwaltungsvorschriften und mehr finden können.

In Nordrhein-Westfalen haben die Bürger seit 2002 das Recht auf Akteneinsicht. Der Einblick in Verwaltungsdaten muss aber umständlich beantragt werden und kostet häufig Gebühren. Das Bündnis »NRW blickt durch« aus Bund der Steuerzahler, Mehr Demokratie und Transparency Deutschland fordert deshalb ein Transparenzgesetz nach Hamburger Vorbild.

SPD und Grüne haben die Verabschiedung eines solchen Gesetzes vereinbart. Im März ging als ein Schritt dazu das Portal Open.NRW online, auf dem Bürger viele Daten von Land und Kommunen finden können.

Thorsten Sterk, Pressesprecher von Mehr Demokratie, informierte beim Humanistischen Forum der gbsköln im Hinterhofsalon über die Erfahrungen mit dem Transparenzgesetz in Hamburg und den Stand der Dinge in NRW.

»Tag des guten Lebens« in Köln-Sülz: gbsköln zeigt wie Evolution funktioniert'

Ein voller Erfolg war der Stand der gbsköln beim »Tag des guten Lebens« in Sülz. Unter dem Motto »Die Natur verstehen: Evolution als Kinderspiel« konnten Kinder betreut durch einen Evolutionsbiologen und Museumspädagogen in Sandkästen nach Fossilien suchen oder in Terrarien Spinnen, Insekten und andere Kleintiere bestaunen. Für die ganz Kleinen hatte eine Kindertherapeutin verschiedene Wannen mit unterschiedlichen Materialien bereit gestellt, in denen sie nach Herzenslust wühlen und auch leckere Sachen finden konnten.

Sehr großen Zuspruch gab es von vielen Erwachsenen für unsere humanistischen und religionskritischen Positionen, die sich freuten, dass wir dort – direkt vor St. Nikolaus – mit einem Stand vertreten waren.

Weiterlesen...

Termine

Fr 16. September 2016, 19:00

gbs Organisationstreffen

Restaurant Atrium / Alte Post

An den Dominikanern 6-8
50668 Köln Altstadt

 

Fr 07. Oktober 2016, 19:00

Flucht vor Religion
Vortrag

Altenberger Hof

Mauenheimer Str. 92
50733 Köln

 

Interessierte sind herzlich willkommen.